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In Bobbio trickste der Heilige Colombano den Teufel aus
Wir schreiben das Jahr 614. Der heilige Colombano, aus Irland stammend, hält sich in dem Bergdorf Bobbio auf der Hauptverkehrsstrecke zwischen Genua und Piacenza auf. Hier hat er soeben das erste Kloster Norditaliens gegründet. Und von hier aus möchte er das Evangelium verkünden.
Doch um auf die andere Seite des Flusses Trebbia zu gelangen, müßte eine Brücke gebaut werden, was lange dauern würde. Da schlägt der Teufel dem heiligen Colombano einen Pakt vor: Er werde die Brücke an nur einem Tag bauen, dafür aber gehöre ihm die erste Seele, die das Bauwerk überquere.Colombano schlägt ein und der Teufel macht sich in der Hoffnung, der Gottesmann selber werde als erster die Brücke überschreiten, an die Arbeit.
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| Insgesamt elf Bögen hat die Brücke von Bobbio. Foto: pairola-media |
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Große und kleine Teufelchen helfen beim Bau und dort, wo große Teufelchen die Errichtung von unten abstützen, entsteht ein großer Bogen, wo kleine Teufelchen arbeiten, ein kleiner Bogen.Schon am Abend kurz nach Einbruch der Dunkelheit ist die Brücke mit ihren elf großen und kleinen Bögen fertig. Nun muß der heilige Colombano dem Teufel die erste Seele überlassen, die das neue Bauwerk überquert.
Der Teufel versteckt sich unter einem der Bögen und als er die Schritte hört, schnellt er nach oben und reisst sein Opfer mit in die Fluten des Flusses. Erst jetzt wird dem Teufel die List des heiligen Colombano gewahr, denn dieser hat als erste Seele einen Bären über die neue Brücke geschickt. Zwischen dem Teufel und dem Bären beginnt ein fürchterlicher Kampf, der die gefährlichen Strudel im Fluß auslöste, die noch heute immer mal wieder auftauchen.
Neben der skurrilen Brücke mit der hübschen Sage sind in dem in schöner Berglandschaft gelegenen Bobbio auch der um 1100 errichtete mittelalterliche Dom sowie die S.Colombano-Basilika mit ihren mittelalterlichen Bodenmosaiken in der Krypta sehenswert.
Quelle: pairola-media
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