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Italien
Reiseverkehr - National
FLUGZEUG: Alitalia (AZ) und andere Fluggesellschaften fliegen alle größeren Städte des Landes an. Es gibt über 30 Flughäfen. Nähere Auskünfte erteilen die Fluggesellschaften oder das Fremdenverkehrsamt ENIT (s. Adressen).
SCHIFF: Italiens wichtigste Hafenstädte sind Genua, Venedig, La Spezia, Neapel, Messina, Bari, Pescara, Ancona, Triest, Palermo, Catania, Livorno und Brindisi. Zahlreiche Auto- und Passagierfähren verbinden die Hafenstädte ganzjährig.
Folgende Schifffahrtsgesellschaften bedienen die italiensichen Landesteile und Inseln:
- Sardinien: u.a. Tirrenia, Moby Lines, Linee Lauro;
- Sizilien: u.a. Grandi Navi Vel., Navitalia, Ustica Lines, Tirrenia;
- Isola di Capri: u.a. Caremar, Alilauro, Linee Partenop;
- Korsika - Sardinien: u.a. Moby Lines, Saremar, Corsica Maret;
- Isola di Ischia: u.a. Alilauro, Caremar, Aliscafi SNAV;
- Sorrent: Aliauro;
- Eolische/Liparische Inseln: u.a. Siremar, Aliscafi SNAV;
- Italien - Korsika: u.a. Linee Lauro, Happy Lines, Moby Lines;
- Isola d'Elba: u.a. Toremar, Moby Lines;
- Isola del Giglio: Toremar;
- Inseln Tremiti: u.a. Adriatica di Navigazione;
- Isola Capraia/Gorgona/Pianosa: Toremar;
- Pantelleria: u.a. Siremar, Ustica Lines;
- Pontinische Inseln: Caremar Formia;
- Ustica: Siremar, Ustica Line;
- Lampedusa: Siremar, Ustica Lines;
- Egadi: Siremar.
BAHN: Die italienischen Staatsbahnen Ferrovie dello Stato (FS) (Internet: www.trenitalia.com) verfügen über ein umfangreiches Schienennetz. Die Fahrpreise sind günstig und richten sich im Regionalbereich nach Kilometerzonen. Eine Sonderfahrkarten für im Ausland ansässige Passagiere ist der Trenitalia Pass. Seine Gültigkeit beträgt zwischen 4 und 10 Tagen innerhalb von zwei Monaten, und er kann bis zu sechs Monaten vor Reiseantritt gekauft werden. Vor jedem Reisetag muß das Datum im entsprechenden Feld im Paß eingetragen werden. Das Trenitalia Pass-Angebot sieht auch Ermäßigungen, wie z.B. Hotel-Rabatte vor. Auch im Angebot ist der Trenitalia Pass Jugend für Jugendliche von bis zu 26 Jahren und der Trenitalia Pass Saver für Gruppen von bis zu 5 Personen. Weitere Informationen unter anderem auch von der Website (s. oben). Neben der Staatsbahn gibt es mehrere regionale Eisenbahngesellschaften, deren Züge vor allem auf Kurz- und Schmalspurstrecken fahren. Von Palermo und Catania/Siracusa auf Sizilien gibt es regelmäßige Verbindungen zum italienischen Festland. Auf Sardinien verkehren täglich mehrere Züge zwischen Cagliari, Porto Torres und Olbia. EURO DOMINO-Netzkarte und InterRail-Paß gelten. Einzelheiten s. Deutschland.
BUS/PKW: Das italienische Straßennetz hat eine Länge von über 300.000 km mit mehr als 6000 km Autobahn. Für die Benutzung der meisten Autobahnen muß eine Mautgebühr bezahlt werden (ausgenommen die Strecken Salerno – Reggio Calabria, Palermo – Catania und Palermo – Mazara del Vallo). Die Maut für italienische Autobahnen wird mit zwei verschiedenen Systemen berechnet: Bei der Mehrzahl der Autobahnen gilt das geschlossene System, bei dem sich die Gebührenhöhe nach der Streckenlänge richtet. Man zieht bei der Einfahrt eine Mautkarte. Beim offenen System wird ein Pauschalbetrag bezahlt. Gezahlt werden kann in bar, mit gängigen Kreditkarten, mit der ec/Maestro-Karte oder mit der Viacard, die bei den ADAC-Geschäftsstellen erhältlich ist. Zahlreiche Tankstellen schließen zwischen 12.00 und 15.00 Uhr, man sollte sich vorher nach den regionalen Öffnungszeiten erkundigen. Bleifreies Benzin ist an fast jeder Tankstelle erhältlich. Informationen über das italienische Straßennetz sind auch von der Società Autostrade (Internet: www.autostrade.it) erhältlich.
Die ADAC-Auslands-Notrufstation in Mailand bietet ADAC-Mitgliedern und Inhabern eines ADAC-Auslandskranken- und Unfallschutzes Hilfeleistungen bezüglich Hotels, Mietwagen, Fahrzeug- oder Krankenrücktransporte. Die Notrufstation ist rund um die Uhr besetzt (Tel: (02) 66 15 91. Internet: www.adac.de).
Verkehrsbestimmungen:
Alle Fahrzeuge müssen ein rotes Warndreieck mitführen.
Seit dem 1. April 2004 ist das Tragen von fluoreszierenden Warnwesten für Autofahrer Pflicht, wenn sie ihr Fahrzeug außerhalb von geschlossenen Ortschaften verlassen und sich auf der Fahrbahn aufhalten - was bei Panne oder Unfall der Fall ist.
Tagsüber muß jederzeit das Abblendlicht eingeschaltet sein.
Straßenbahnen haben Vorfahrt.
Promillegrenze: 0,5 ?.
Parkverbot an schwarz-gelb markierten Bordsteinen.
Anschnallpflicht.
Telefonieren während der Fahrt ist nur mit einer Freisprecheinrichtung gestattet.
Privates Abschleppen ist auf italienischen Autobahnen verboten. Der Pannendienst ist unter der Rufnummer 116 zu erreichen, Standort, Wagennummer und Wagentyp angeben.
Höchstgeschwindigkeiten:
in geschlossenen Ortschaften: 50 km/h,
auf Landstraßen: 90 km/h,
auf Schnellstraßen: 110 km/h,
auf Autobahnen: 130 km/h (110 km/h bei Regen),
auf dreispurigen Autobahnen: 150 km/h in den gekennzeichneten Abschnitten (allerdings nur bei günstigen Wetterbedingungen).
Strafmandate aller Art müssen sofort bezahlt werden. Die Strafen für Geschwindigkeitsübertretungen sind sehr hoch.
Pkw: Es gibt Autoreisezüge der italienischen Eisenbahn. Weitere Einzelheiten vom Fremdenverkehrsamt (s. Adressen) oder dem ADAC und anderen Automobilclubs.
Fernbus: Langstreckenbusse verkehren zwischen Ortschaften und Städten. Die regionalen Busliniennetze sind sehr gut, auch auf Sardinien und Sizilien. In abgelegeneren Gebieten sorgen Bahnen und Busse für ausreichende Verbindungen – man sollte sich jedoch immer nach den Fahrplänen erkundigen, da manche Busse nur frühmorgens und abends verkehren und der Betrieb sonntags mitunter stark eingeschränkt ist.
Mietwagen: Können in fast allen Städten und Urlaubsorten von italienischen und internationalen Verleihfirmen gemietet werden. Preise und Konditionen sind unterschiedlich. Die örtlichen Mietwagenfirmen bieten in der Regel günstigere Preise. Viele Mietwagenagenturen haben Schalter am Flughafen oder Informationsstände in Hotels. Avis, Europcar, Hertz und Maggiore findet man in Rom. Unterlagen: Für Staatsangehörige der EU- und EFTA-Länder gilt als Versicherungsnachweis das Autokennzeichen. Dennoch wird EU- und EFTA-Bürgern empfohlen, die Internationale Grüne Versicherungskarte mitzunehmen, um bei eventuellen Schadensfällen in den Genuß des vollen Versicherungsschutzes zu kommen. Ansonsten gilt der gesetzlich vorgeschriebene minimale Haftpflicht-Versicherungsschutz. Außerdem kann die Grüne Karte die Unfallaufnahme erleichtern. Fahrzeugpapiere müssen mitgeführt werden; ist das Fahrzeug nicht Eigentum des Fahrers, so muß dieser im Besitz einer Benutzungsvollmacht sein. Nationaler Führerschein (rosafarbener EU-Führerschein) und nationale Zulassung ausreichend. Motorräder können ohne besondere Zollformalitäten vorübergehend eingeführt werden. Ein Führerschein oder Motorradführerschein wird für Motorräder über 49 ccm benötigt.
STADTVERKEHR: Alle Städte und Großstädte (Rom, Mailand, Neapel, Turin, Genua und Venedig) haben ein gutes öffentliches Nahverkehrssystem. U-Bahn (Metropolitana): In Rom gibt es zwei U-Bahnlinien. Die U-Bahnen fahren So-Fr 05.30-22.30 Uhr und samstags 05.30-00.30 Uhr. Die Linie Metropolitana A führt von der Via Ottaviano über Stazione Termini zur Via Anagnina, die Linie Metropolitana B verkehrt zwischen der Haltestelle Stazione Termini und dem Messegelände (EUR, Via Laurentina). Mailand und Turin haben ebenfalls eine U-Bahn. Straßenbahn: In Rom gibt es acht Straßenbahnlinien, das Liniennetz umfaßt 28 km. Mailand, Neapel und Turin haben ebenfalls ein Straßenbahnnetz. Bus: Buslinien verkehren in allen Städten und Großstädten. Das umfangreiche Busliniennetz in Rom wird durch U-Bahn und Straßenbahnen ergänzt. Fahrkarten gelten für alle öffentlichen Verkehrsmittel und ermöglichen es dem Fahrgast, innerhalb von 75 Minuten beliebig oft umzusteigen. Tages- oder Wochenkarten kann man von Fahrkartenautomaten am Straßenrand, an Haltestellen, auf Bahnhöfen, in Tabakläden, bei Kiosks, Cafés, Hotels oder in Reisebüros kaufen. Für Touristen bieten sich das BTI (Integriertes Touristenticket), gültig an drei Tagen in Bussen, U-Bahnen und Straßenbahnen, sowie das BTR (Regionales Touristenticket), gültig an drei Tagen in Bussen, U-Bahnen, Straßenbahnen und in Regionalzügen. Informationen sind vom Informationsbüro der ATAC-Auskunftsstelle (Internet: www.atac.roma.it) gegenüber dem Bahnhof Stazione Termini erhältlich. In einigen Städten fahren auch Oberleitungsbusse. In den größeren Städten kauft man die Fahrkarten in der Regel vor Fahrtantritt am Automaten oder in Geschäften. Im Bus entwertet ein Automat die Fahrscheine. Sammelfahrscheine (Heftchen mit fünf Fahrscheinen) können ebenfalls im voraus gekauft werden. In den meisten Städten gibt es einen Einheitstarif. Taxi: In Rom sind Taxis teuer, und es wird ein Zuschlag für Nachtfahrten, Gepäck und telefonische Bestellung berechnet. Die Tarife sind auf einer Liste mit englischer Übersetzung verzeichnet. Taxis können an bestimmten Sammelstellen gestoppt oder telefonisch bestellt werden. Taxis ohne Taxameter benutzt man besser nicht. Taxifahrer erwarten kein Trinkgeld, die Rechnung sollte aber aufgerundet werden. Stadtrundfahrten: Auf einer Stadtrundfahrt erhält man einen Eindruck der vielen Sehenswürdigkeiten. In Rom kann man auch in einer Pferdekutsche durch die Stadt fahren. In Venedig können Besucher in gemieteten Booten oder Gondeln die Kanäle der Stadt befahren – öffentliche Fähren sind allerdings billiger.
FAHRZEITEN: Von Rom zu den anderen größeren Städten Italiens (ungefähre Angaben in Std. und Min.):
| Flugzeug | Bahn | Bus/Pkw | | Florenz | 0.45 | 2.30 | 2.30 | | Mailand | 0.65 | 6.00 | 6.00 | | Venedig | 0.65 | 6.30 | 6.00 | | Neapel | 0.45 | 2.30 | 2.00 | | Palermo | 0.60 | 14.30 | 10.00 | | Cagliari | 0.55 | - | - | Streikankündigungen: Immer wieder müssen Italien-Reisende mit Verkehrsbeeinträchtigungen durch Streikaktionen rechnen. Die folgenden Proteste sind bereits angekündigt:
06.09.2004, 12.00-14.00 Uhr: Fluglotsenstreik in Rom und Brindisi
06.09.2004, ab 21.00 Uhr: 24-stündiger Streik des Bahnpersonals
10.09.2004: 24-stündiger Streik bei Alitalia
15.09.2004: 24-stündiger Streik im öffentlichen Nahverkehr (landesweit)
17.09.2004, 10.00-18.00 Uhr: Streik bei Alitalia
30.09.2004, 12.00-16.00 Uhr: Fluglotsenstreik in Brindisi
15.10.2004, 14.00-18.00 Uhr: Streik des Sicherheitspersonals im Mailänder Flughafen.
Neben diesen Protestaktionen können noch weitere, nicht angekündigte Streiks stattfinden. Ebenso ist es nicht zwingend, das die angekündigten Streiks auch tatsächlich durchgeführt werden.
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