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Italien
Süditalien
Regioni: Campania, Puglia, Basilicata und Calabria.
CAMPANIA (Kampanien): Die Campania Felix (»Gesegnetes Land«), wie die Region von den Römern genannt wurde, hat fruchtbare Böden, ein mildes Klima und für süditalienische Verhältnisse Wasser im Überfluß.
Napoli (Neapel), die drittgrößte Stadt Italiens, ist für seine herrliche Lage am Golf von Neapel und für seine reizvolle Umgebung bekannt. Über der Stadt erhebt sich der mächtige Krater des Vesuvs. Die Stadt ist eine Mischung aus sehenswerten Kunstschätzen und Bauwerken, Mietshäusern, alten Palästen mit bröckelndem Putz und lautstarken Straßenhändlern. Das klassizistische Teatro San Carlo (1737) ist nach der Mailänder Scala das bedeutendste Opernhaus Italiens.
Museen und Kunstgalerien: Capodimonte Museum, Via San Martino 76; Castelnuovo Maschio Angioino, Piazza Municipio; Floridiana Duca Di Martina Museum, Via Cimarosa al Vomero; G. Filangieri Museum, Via del Duomo; Königsgemächer im Palazzo Reale (Königlicher Palast), Piazza del Plebiscito.
Eine gebührenpflichtige Straße führt fast bis zum Gipfel des Vesuvs. Die letzten 100 m muß man zu Fuß bewältigen, auf einem Trampelpfad aus Bimsstein. Von der Besucherplattform, die direkt an der Caldera steht, eröffnet sich nicht nur ein atemberaubender Blick in den dampfenden Krater, sondern auch eine herrliche weite Aussicht auf den Golf von Neapel. Ganz in der Nähe liegen die Überreste von Pompeji und Herculaneum, die 79 n. Chr. durch einen Ausbruch des Vesuvs zerstört wurden.
Caserta war einst der Landsitz der Könige von Neapel. Versailles diente als Vorbild für das königliche Barockschloß. In Paestum können imposante griechische Tempel besichtigt werden.
Urlaubsorte: Sorrento, Amalfi, Positano, Ravello, Maiori, Vietri sul Mare, Palinuro und die Inseln Capri und Ischia.
PUGLIA (Apulien): Diese südöstliche Region erstreckt sich von den bewaldeten Berghängen von Gargano, dem »Sporn«, bis zum Flachland der Salentine-Halbinsel, dem »Absatz« des Stiefels. Dazwischen liegt Murge, ein Kalksteinplateau voller Höhlen (insbesondere bei Castellana). Bari und Taranto sind bedeutende Industriehäfen.
Aufgrund seiner günstigen Lage als Tor zum östlichen Mittelmeer war Apulien eine der bedeutendsten Regionen des römischen Reiches. Die Hafenstadt Brindisi ist der Endpunkt der Via Appia, auf der Produkte aus den östlichen Provinzen des Landes und aus dem Ausland nach Rom und weiter in die nördlichen Regionen transportiert wurden. Sehenswert sind u. a. der Dom (12. Jh., barockisiert) und die schöne Kirche Santa Maria del Casale mit ihren wunderbaren Fresken (14. Jh.). Die Ausstellungsstücke im Museo Archeologico Provinciale dokumentieren den Wohlstand der Region zur damaligen Zeit. Der Dichter Vergil starb 19 v. Chr. in Brindisi.
Zwischen Alberobello und Selva di Fasano liegt das Murge-Plateau. In dieser Gegend findet man äußerst ungewöhnliche Steingebäude, die sogenannten Trulli. Diese Häuser ähneln den bekannteren Nuraghi auf Sardinien. Es handelt sich um kreisrunde Steingebäude mit spitzen oder kegelförmigen Dächern aus Stein. Am nördlichen Ende des Plateaus liegt das eindrucksvolle Castel del Monte, eine achteckige Burg, die im 13. Jahrhundert von dem Stauferkaiser Friedrich II. als Jagdschloß errichtet wurde. Im nahegelegenen Canosa di Puglia sind die Überreste der bedeutenden Römerstadt Canusium zu sehen.
Das Frauenkloster Santa Maria delle Grazie in San Giovanni Rotondo ist ein bedeutender Wallfahrtsort aufgrund seiner Verbindung mit Padre Pio da Petralcina.
Gute Badestrände liegen an der Adriaküste zwischen Barletta und Bari.
BASILICATA (Basilikata) ist eine abgelegene und überwiegend gebirgige Gegend zwischen Apulien und Kalabrien. Im Norden, inmitten dichter Wälder, liegt der Monte Vulture, ein erloschener Vulkan. Zahlreiche Flüsse, die von den südlichen Apenninen zum Golf von Taranto fließen, bewässern die fruchtbare Ebene nördlich von Metaponto, dem Geburtsort Pythagoras’.
Potenza, die größte Stadt der dünnbesiedelten Region, mußte im Jahre 1857 nach einem heftigen Erdbeben fast vollständig wiederaufgebaut werden. Im 2. Weltkrieg wurde die Stadt erneut zerstört.
CALABRIA (Kalabrien): Die »Stiefelspitze« ist eine wunderschöne Region mit hohen Bergen, dichten Wäldern und noch relativ leeren Stränden. Fast die Hälfte Kalabriens ist von Kastanien-, Buchen-, Eichen- und Pinienwäldern bedeckt. Steinpilze (Porcini), frisch, getrocknet und eingemacht, sind eine Spezialität der Region. In den höheren Lagen gibt es nur noch karges Weideland. Durch Trockenlegung einiger Sümpfe in Küstennähe wurde Land gewonnen, auf dem Anbau möglich ist. In den Bergen des Sila-Massivs leben Wölfe. Catanzaro, Cosenza und Reggio (an der Straße von Messina) sind die bedeutendsten Städte dieser Region. Die schönsten Sandstrände liegen an der Westküste. Ein typisches und besonders malerisches Städtchen ist Tropea, auf den Felsen über dem Tyrrhenischen Meer gebaut, mit einer vor allem zur Abendzeit lebhaften Geschäftsstraße, die in einer Aussichtsplattform über dem Meer endet. Die von kleinen Felsenbuchten unterteilten Sandstrände erstrecken sich von Nord nach Süd. Am Ionischen Meer, an der Ostküste, sind die Strände rauh und felsig, dafür bieten sie Abgeschiedenheit und Ruhe, vor allem in der oft schon sehr warmen Vorsaison im Mai und Juni.
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