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Italien
Wirtschaftsprofil
WIRTSCHAFT: Die italienische Wirtschaft befindet sich derzeit in einer stabilen Aufwärtsentwicklung, die von der kräftigen Konjunktur in der Eurozone unterstützt wird. Maßgeblich verursacht wurde diese positive Entwicklung durch einen deutlichen Anstieg der Export- und Investitionsnachfrage, nachdem sich die Exporte nach dem Einbruch 1999 infolge der Krisen in Asien und Lateinamerika deutlich erholt haben. Besonders die Ausfuhren in Länder außerhalb der EU konnten erhebliche Zuwächse verbuchen. Italien hat keine Bodenschätze und kein Erdöl, und die meisten Rohstoffe müssen importiert werden. Die Wirtschaft ist daher stark auf den Export angewiesen, um die Importgüter bezahlen zu können. Die Importe, insbesondere aus Ländern außerhalb der EU, steigen aufgrund der kräftigen Konjunkturentwicklung noch stärker, so daß der Trend eines stärkeren Wachstums der Einfuhr gegenüber der Ausfuhr weiter anhält. Als Folge davon sinkt der Außenhandelsüberschuß kontinuierlich. Eine positive Entwicklung verzeichnet die Lage auf dem Arbeitsmarkt. Der überwiegende Anteil der neu geschaffenen Arbeitsplätze ist jedoch befristet oder basiert auf Teilzeit- bzw. Leiharbeit oder freier Mitarbeit, insbesondere im Dienstleistungssektor. Auch der gegenüber dem industrialisierten Nord- und Mittelitalien traditionell ärmere Süden wurde von dieser Aufwärtsentwicklung erfaßt. Bis 2003 wird ein ausgeglichener Haushalt angestrebt sowie eine Reduzierung des Schuldenstandes; Einsparungen sollen in Höhe des Vorjahres vorgenommen werden. Zu den Hauptanbauprodukten Italiens zählen Zucker, Weizen, Mais, Tomaten und Weintrauben. Italien ist der weltgrößte Weinproduzent. Der Tourismus spielt eine wichtige Rolle. Mit rund 37 Mio. ausländischen Feriengästen in 1999 ist Italien das viertbeliebteste Reiseziel weltweit. Derzeit leidet die italienische Wirtschaft vor allem an der Schuldenlast der öffentlichen Hand, obwohl die Regierung die im Rahmen der Europäischen Währungsunion (EWU) gebotenen Bemühungen um die Sanierung und Konsolidierung der öffentlichen Finanzen weiterhin fortsetzt. Die wichtigsten Handelspartner Italiens sind die EU-Länder, Lateinamerika, die USA, Kanada, Saudi-Arabien, die Russische Föderation und Libyen.
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